• maria

Engagement & Disengagement in Organisationen und Projekten

Heute ist mir wieder mal der Gallup Engagement Index über den Weg gelaufen. Eigentlich geht es mir hier nicht primär um die Arbeitnehmer in Deutschland, obwohl mich das Thema Engagement sehr interessiert. Aufgrund meiner jahrelangen Erfahrung im Projektmanagement weiß ich, dass man die Statistik ganz grob auch auf ein Projekt umlegen kann und die Zahlen werden weiterhin stimmen. Ist auch nachvollziehbar, weil die allgemeine Stimmung im Unternehmen sich meist in einzelnen Projekten widerspiegelt.


Diese Situation zu Beginn eines Projektes kennen wahrscheinlich viele: von 10 Team-Mitgliedern oder Stakeholdern sind lediglich 1-2 Personen engagiert dabei, etwa 70% der Beteiligten macht halbherzig mit und mindestens eine Person ist nur körperlich anwesend. Diese eine Person hat das Projekt „innerlich gekündigt“ und glaubt nicht daran, dass es erfolgreich abgeschlossen wird oder zum Erfolg des Unternehmens beitragen kann.


However... Ich bin ja immer sehr emotional, wenn es um das Zulassen von Emotionen im Projektmanagement geht. Für mich ist die emotionale Bindung der Projektteam-Mitglieder und der Stakeholder zu der Causa des jeweiligen Projektes immer sehr wichtig gewesen. Man könnte behaupten, dass Projekte „eh nur“ temporäre Organisationen darstellen und deswegen der Aufbau von emotionalen Bindungen und qualitativen zwischenmenschlichen Verbindungen nur sehr eingeschränkt möglich wäre und sich kaum lohnen würde. Ich bin der Meinung, dass gerade die temporäre Komponente im Projekt ein wesentlicher Grund dafür ist, warum es eine starke emotionale Bindung braucht. Projektmanager*innen, die es schaffen innerhalb kürzester Zeit eine starke Verbundenheit aller Projekt-Beteiligten und eine hohe Projekt-Identity zu etablieren, haben in der Regel kein Problem mit der Zielerreichung und der Einhaltung von Budget- und Terminvorgaben. Darüber hinaus kehren die Teammitglieder nach Projektende nicht ausgebrannt in die Linie zurück, sondern sind weiterhin motiviert höchste Leistungen zu erbringen.


Die Methoden und Tools sind zwar wichtig, aber die technische Beherrschung dieser wird zukünftig keine ultimative Erfolgsgarantie mehr sein. Sei es Agil oder Klassisch, Wasserfall, Scrum oder Kanban – ich glaube, dass die Empathie und andere „high touch“-Skills jetzt schon unumgänglich im Projektmanagement sind und immer mehr an Bedeutung gewinnen werden.

There is always HOPE!


Bildquelle: Marco Nink, Gallup GmbH, Deutschland

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